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27.05.09

 

Der Werkzeugkasten

Kategorie: 02_Seminarinhalte und Reflexionen
Geschrieben von marcusklug am 27.05.09 00:30

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Werzeugkasten.jpg


Im Leben sind sich Bazon Brock und Niklas Luhmann nur ein paar Mal auf eher flüchtige Weise begegnet. Während der eine noch als "Wundergreis" tapfer und theoretisch gegen den Schrecken fundamentalistischer Unmittelbarkeitsträume anzuwettern weiß – Lustmarsch durchs Theoriegelände –, ist der andere bereits gegen Ende des letzten Jahrhunderts von uns geschieden: Nachruf auf Niklas Luhmann.

Ein Vergleich zwischen diesen beiden großen Denkern macht nur dann Sinn, wenn zwei wesentliche Dinge dabei beachtet werden: Zum einen die auffällige generalistische Orientierung. Beide riskieren noch einmal den Blick auf das Ganze, wohlwissend, dass dieser Blick innerhalb der Moderne nur noch auf der Basis eines an Differenzen geschulten Beobachtens überhaupt Sinn ergibt. Mit diesen beiden wesentlichen Orientierungsmomenten – ganzheitlich motivierte Gesinnung bei gleichzeitiger Differenzierung – ist indirekt auch schon eine Menge über die Charakteristik des Werkzeugkastens ausgesagt, der diesen beiden Denkansätzen zugrunde liegt, wenn wir diese miteinander vergleichen und für uns nutzbar machen wollen.

Als langjähriger wissenschaftlicher Mitarbeiter von Bazon Brock (1995 - 2001) und ausgewiesener Kenner der Systemtheorie (u.a. Studium der Gesellschaftswissenschaften bei Niklas Luhmann in Bielefeld), hat Stefan Asmus in seinem damaligen Dissertationsprojekt – Ästhetisches System – die jeweils eingesetzten Werkzeuge auf ihre differenzorientierte Anschlussfähigkeit hin untersucht. Besonders hervorzuheben ist innerhalb dieses Unternehmens der Umstand, einen eigenen theoretischen Ansatz ins Auge gefasst zu haben, nämlich das Projekt einer spezifischen "Logik und Ästhetik der Hypermedien", in welcher der "nicht-normative Crossover" beider Ansätze den Ausgangspunkt bildet.

Die oben zu betrachtende Collage ist deshalb auch als ein weiterer Link in diese digitale Richtung zu deuten: Bazon Brock dargeboten in "Datenstrukturen", die seine Werkzeuge vielleicht aus einer veränderten Perspektive heraus "aufblitzen" lassen.

"Eigentlich gebührt uns im 21. Jahrhundert eine andere Kunst als die uns zumeist angebotene. Auch sehen Museen im neuen Jahrtausend anders aus. Sie sind gar keine Museen mehr. Künstler sind Sammler und Kuratoren und laden ein zu gemeinsamen Lustmärschen (...) – Vom Dadaismus zum Dataismus ." Ingrid Moschik


 

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