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26.05.09

 

Zur Logik und Ästhetik der Hypermedien

Kategorie: 02_Seminarinhalte und Reflexionen
Geschrieben von marcusklug am 26.05.09 23:52

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Wenn von der Logik des Internet die Rede ist, wird häufig auf ein Bild verwiesen, das an sich aus der Biologie stammt: das Rhizom - ein "wild" wucherndes Pilzgeflecht. In der experimentellen französischen Philosophie wurde mit diesem Geflecht zunächst eine Vorstellung verbunden, die auf einer Theorie der Mannigfaltigkeit beruhte. Félix Guattari und Gilles Deleuze benutzen das Rhizom, um anhand dieser Metapher ihre Abscheu gegenüber geläufigen Herrschaftsordnungen zum Ausdruck zu bringen.

Sie standen in diesem Ansinnen allerdings noch unter dem Einfluss von 1968. Das Werk, innerhalb dessen das "Rhizom" eine "prominente" Rolle vertrat - die "Tausend Plateaus" (1980) -, sollte deshalb auch vor dem Hintergrund dieser bereits eingeläuteten gesellschaftlichen Umbrüche und Ereignisse betrachtet werden.

Ein anderer Gedanke, der in den "Tausend Plateaus" ebenfalls von großer Bedeutung ist, führt uns von der Philosophie zur "Logik und Ästhetik der Hypermedien". Dabei geht es um die Reflexion zwischen dem, wovon ein Buch handelt, und der Art, wie es gemacht ist.

Solange Bücher auf Papier gebannt werden, kann man zwar von "verschiedenen Fluchtgeschwindigkeiten" und "Phänomenen der Überstürzung oder Unterbrechung" sprechen, jedoch sind diese Möglichkeiten in Papierform stark begrenzt. Das gilt auch für ein derartig experimentelles Werk wie die "Tausend Plateaus".

Mit dem Internet ist das Zeitalter des Buches zwar keineswegs an sein Ende angelangt, wie häufig gerne behauptet wird, gleichwohl werden mit diesem Medium aber sowohl technisch als auch gestalterisch und kulturell ganz neue Aspekte in der Vermittlungspraxis evident.

"Mit anderen Worten: die Herausbildung (...) einer Meta-Sprache, die erstmals in der Geschichte die schriftlichen, oralen und audiovisuellen Spielarten der menschlichen Kommunikation in dasselbe System integrieren." (Manuel Castells)

Ein mündlicher Vortrag von Prof. Dr. Stefan Asmus, der hier in schriftlicher Form heruntergeladen werden kann, verdeutlicht noch einmal diese eigene Logik und Ästhetik des Netzes. Der Vortrag geht auf eine Zeit zurück (bis 2006), in der Asmus im damaligen Institut für Medien, Kommunikation und Informationstechnologie (MKI) an der FH Düsseldorf als Initiator und Leiter der Arbeitsgruppe FACE tätig war.


 

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