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26.05.09

 

Design und Pop

Kategorie: 02_Seminarinhalte und Reflexionen
Geschrieben von marcusklug am 26.05.09 22:57

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In Deutschland war Pop einmal mit einer gesellschaftskritischen, linkspolitisch motivierten Gesinnung verbunden. Die Darstellung wich aber von geläufigen Texten über kulturelle Themen ab. Schreiberlinge wie Diedrich Diederichsen sinnierten in der Spex über Alltag, Musik und Widerstand. Die dazu verfassten Texte schlugen demgemäß auch eine eigene Gangart ein: Pop als "soziologische" Reflexion, aber auch Alltag der "Subkultur" - dargeboten über tagebuchartige Beobachtungen und umgangssprachliche Ausdrücke wie "Scheiße". Außerdem - passend zur "Allumfassenheit" des Gegenstandes - ein gewisser Gestus des "Wissens", der durch seine scheinbare Lückenlosigkeit hervorstach.

In einer komplexen Welt kann so ein Gestus auch zuweilen als absurd empfunden werden. Oder wie Jochen Bonz einmal scharfsinnig in der Rubrik "LESERBRIEFE" der Spex anmerkte (März/April 2008): "Wenn man dermaßen auf Wissen setzt, wie ihr das tut, nervt es beim Lesen, wenn das Wissen fehlt."

Nun geht es mir an dieser Stelle nicht darum, die einstige Philosophie der Spex in der Luft zerreißen zu wollen. Denn auch in diesem Blog wird thematisch eine gewisse Totalität des Untersuchungsgegenstandes nahegelegt. Die Frage, die anstelle davon bei Pop allgemein von Interesse sein sollte, ist die der Beobachtungsperspektive. Wie können wir jene Inselregionen erkunden, die der Alltag stets auch noch neben den Fußgängerzonen in sich birgt? Welche Perspektive wäre dazu die passende?

In dem Text, der hier heruntergeladen werden kann, haben wir diese Frage hoffentlich hinreichend berücksichtigt. Ferner steht dieser Text für eine erweiterte Form der Reflexion; wird doch am Beispiel der Punk-Bewegung aufgezeigt, inwieweit Massen- und Nischenkultur indirekt zusammenhängen.

Der eingeschlagene Ton ist emotional eingefärbt und in der du-Anrede formuliert. Beim Schreiben bemerken wir, wie sich durch diese direkte Art der Anrede auch plötzlich die schriftlich fixierten Gedanken ein Stück weit in die "Wolken" versteigen: AUFLOCKERUNG.

Das Zielpublikum sind Gestalter. Denn gerade als Gestalter sind wir auch permanent mit dieser Unterscheidung konfrontiert: Design für die Massen oder Nischenprodukt?


 

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