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26.05.09

 

Marken, Menschen, Logos

Kategorie: 02_Seminarinhalte und Reflexionen
Geschrieben von marcusklug am 26.05.09 22:50

Markenbabay.jpg

Keineswegs wurde an dieser Stelle der Download-File im oberen Teil vergessen. Die bestehende Lücke wird aber vorerst trotzdem nicht geschlossen. Wissensmäßig muss nicht unbedingt alles ohne Brüche und Leerstellen dokumentiert werden. Gegen eine "totale" Dokumentation spricht das Kriterium der Selektion und Auswahl; kurz: lieber Qualität statt Quantität. Da sich die Welt sowieso in so viele unterschiedliche koexistierende Welten verflüchtigt hat, ist der Gestus eines allumfassenden Wissens sowieso recht fragwürdig.

Wir sind aber doch der Meinung, dass "Generalismus" an sich eine gute Sache ist. Unter aktuellen Bedingungen ist mit dieser Auffassung der Seitenblick auf benachbarte Disziplinen gemeint. Ob Systemtheorie, Philosophie, neuere Ästhetik, Kreativ- oder Kognitionsforschung. In all diesen Gebieten können wir auf weiterführende Ideen stoßen, die uns zur Reflexion einladen oder gar zum Gestalten animieren können. Aber diese Seitenblicke sind nicht mehr unbedingt durch etwas Totales angespornt; sie können auch mit bestehenden Lücken ohne Weiteres zurechtkommen. Das wissensmäßige Format dazu heißt daher auch "Entdeckung". Auch dieses kann ein Leben lang zu größeren Einsichten und Erkenntnissen antreiben.

In der Seminar-Reihe "Your Communication" war das Thema der "Marken, Menschen, Logos" aber dennoch stets präsent. Der Konflikt geht innerhalb dieser Thematik von zwei extremen Spannungspolen aus. Zum einen von der Frage, wie eine Zeichensprache aussehen kann, wenn sie auch "global" funktionieren soll. Ein gutes Logo kann alles und jeden veredeln, und das Design eines Logos ist Dreh- und Angelpunkt bei der Entwicklung eines neuen Produkts oder einer neuen Dienstleistung. Als Gestalter hat man dafür ein Gespür. Auf der anderen Seite schwingt dabei aber auch die vorerst unbezeichnete Seite dieser Unterscheidung mit. Naomi Klein hat diese in "No Logo" und in der "Shocktherapie" auf den Punkt gebracht: Microsoft, Shell und Ko. - die globalen Player -, die weniger für eine Vielfalt stehen, sondern eher mit einer globalen uniformierten Markenwelt assoziiert werden.

Mit diesen beiden Extremen müssen wir auch als Gestalter lernen, bewußter umzugehen. Sei es, um diese Globalisierungstendenzen kritischer zu beäugen, oder gar die eigene moralische Vorstellung hier und da noch einmal zu bedenken.


 

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