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26.05.09

 

Das ausgestellte Selbst

Kategorie: 02_Seminarinhalte und Reflexionen
Geschrieben von marcusklug am 26.05.09 22:40

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Egoinszenierung.jpg

Ob Uwe Loesch, Yves Klein, Bazon Brock, Peter Saville oder David Bowie: Sie haben alle eins gemeinsam. Ihr Selbst-Auftritt ist zu einem erheblichen Maße mit ikonischen Zeichen aufgeladen. Unter dem Begriff des "Ego-Designs" wird innerhalb des Dokuments, was aus dem oberen Teil entnommen werden kann, versucht, einzelne Strategien der Selbstinszenierung an der Schnittstelle von Design, Kunst und Pop miteinander zu vergleichen. Denn eines dürfte trotz einiger vereinzelt existierender Differenzen auf der Hand liegen: Um als öffentlich agierende Person vom Publikum wahrgenommen zu werden, bedarf es eines zusammenhängenden Konzeptes.

Aus der antiken Rhetorik kennen wir dazu wohlmöglich eine passende Analogie: nämlich die "Loci-Methode". Sie ist eine bekannte und verbreitete mnemotechnische Assoziationstechnik. Als Methode ist sie relativ leicht zu erlernen und wird aufgrund ihrer Effektivität von praktisch allen Gedächtnisakrobaten im Alltag eingesetzt.

Auf der Rezeptionsebene steht also eine Kunstfigur wie Bazon Brock für einen eigenen ikonischen Ansatz. In der Kognitionsforschung wird dieser "Stil" auch als "Schema" bezeichnet. "Die Repräsentation einer Kategorie an Hand ihrer Zugehörigkeit zu einer Art von Objekt, ihre üblichen Bestandteile und ihre typischen Eigenschaften" (John R. Anderson: Kognitive Psychologie, Heidelberg/Berlin 2001, S. 473).

Bis zu einem gewissen Grad kann ein solches Schema auch mit dem Selbstentwurf einer öffentlich agierenden Figur verglichen werden. Zu der Wahrnehmung der Kunstfigur Bazon Brock gehören dann auch weitere Attribute, die unter dieser Kategorie als in sich stimmig wahrgenommen werden sollten, also "Gestaltbildend". Als da hätten wir bei ihm u.a. die Ordensspange, den Handstand, einzelne Visitenkarten, aber auch theoretische Objekte wie den blauen Schlumpf und einige stilprägende Aphorismen.


 

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