FH D

Fachhochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences

 

 

FB Design

Fachbereich Design

Dokumentarfilm - Britta Wandaogo

 

Dokumentarische Formen
Dimension der Verantwortung
Intensität der Auseinandersetzung
Gesellschaftskodex

Selbstreflexion und Vermittlung

 

Dokumentarische Formen

Im Dokumentarfilm liegt bewegliches Potenzial. Hybride Formate und Mischformen beeinflussen Erzählstrategien und Verwertungsketten.


Dimension der Verantwortung

Unsere Einflussnahme hantiert mit Gefühlen, Wünschen, Hoffnungen, Aggressionen und Ängsten. Neben Recherche, Zeitbezug, Kontext, verlangt der Dokumentarfilm nach emotionaler Qualität, dem Kern und Wesen einer Persönlichkeit; und beinhaltet in erster Linie eine erkennbare Autorenhaltung, in der unser Weltbild stetig in Frage gestellt wird. Die Regie ist der Macht und Ohnmacht der eigenen Handlung direkt ausgesetzt.


Intensität der Auseinandersetzung


Zur Klarheit der Vision, wie ein Film später aussehen soll, ist die Intensität der Auseinandersetzung entscheidend. Nach den Phasen: Themenfindung, Protagonistensuche, Exposé und Treatment, kann im Schnittprozess das komplette Drehbuch wieder zerpflückt werden, da das Rohmaterial die Regie zwingt, die Dinge in einem anderen Licht zu sehen.

 

Der Dokumentarfilm operiert mit Ausschnitten von Realitäten und erzeugt durch Verdichtung und Kontext eine Neue Realität.

 

Gesellschaftskodex


Der Dokumentarfilm “atmet“ gesellschaftliche Veränderungen und Bewegungen, macht Fremdes zu Vertrautem, relativiert Vorurteile. Eine immer mehr „unsichtbar gewordene“ Kamera verwischt die Differenz von Privatheit und Öffentlichkeit.

Der Medienprozess läuft im Gleichschritt mit gesellschaftlichen Prozessen. Unabdingbar muss jede Autorenschaft die Gefühlslage der Öffentlichkeit einordnen können und sich ihrer eigenen Macht und Ohnmacht bewusst sein. Diese beschriebene Gradwanderung kann sich aber auch gleichermaßen lähmend auf Entscheidungsprozesse und Risikobereitschaft auswirken.

Selbstreflexion und Vermittlung

Dokumentarischer Arbeit spiegelt die Wahrnehmung und eigenen Identität als Filmemacher. D.h. die eigene „Wachheit“ gegenüber gesellschaftlichen und politischen Prozessen. So wie die eigene Subjektive nicht abschaltbar ist, sollte eine Handschrift klar erkennbar bleiben. Die Regie als Psychologe, Leiter und Beobachter in einer Person muss die notwendige Sensibilisierung für Sachverhalte aufbringen können um eigene Positionen zu entwickeln. Jedes Thema birgt eine individuelle Sicht auf die Dinge. Jeder Inhalt beruht auf einem erneutem „alles in Frage stellen“, und letztendlich - sich selbst zu hinterfragen. Alle Beweggründe der Umsetzung variabel.

 

Verantwortlich / Lehrbeauftragter / Ansprechperson

 

wandaogo@gmx.de >>